Schützenscheibe

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englisch: target; französisch: cible; italienisch: bersaglio

Ulrike Götz (2020)

Schützenscheibe mit Meerjungfrau und Tierkreiszeichen Steinbock, Feuerschützengesellschaft Tittmoning. 1672.
Schützenscheibe mit Bezug auf die Französische Revolution, Schützengilde Schwäbisch Hall. 1792.
Schützenscheibe zu einer Hochzeit mit Venus und Amor, Feuerschützengesellschaft Freising. Ignaz Frey d. Ä. oder d. J. zugeschrieben, 1825.
Schützenscheibe zum Geburtstag des Königs von Württemberg mit Fortuna (nach A. Dürer) und Ansicht von Schwäbisch Hall, Schützengilde Schwäbisch Hall. 1829.
Schützenscheibe zur Weltausstellung 1851 mit Londoner Kristallpalast, Schützengesellschaft Uffenheim. 1851.
Schützenscheibe mit Lohengrins Abschied, Feuerschützengesellschaft Freising. Adalbert Kromer nach Wilhelm Kaulbach, 1875.
Schützenscheibe anlässlich einer Hochzeit mit Ansicht des Oberbozener Schießplatzes, Oberbozner Schützengesellschaft. Rudolf Maria Complojer, 1963.

I. Definition und Sprachgebrauch

Mit dem Begriff Schützenscheibe wird das Zielobjekt eines im Schützenwesen gepflegten Schießwettbewerbs, des Scheibenschießens, bezeichnet. Die herkömmliche Schützenscheibe ist kreisrund, aus Holz gefertigt und wird mit Feuerwaffen beschossen. Gegenstand des kulturgeschichtlichen Interesses sind die bemalten (selten auch in anderen Techniken gestalteten) Scheiben, die zu besonderen Anlässen gestiftet, beschossen und danach aufbewahrt wurden.

Im Deutschen werden die Begriffe „Schützenscheibe“ und „Schießscheibe“, ferner auch „Zielscheibe“ und „Ehrenscheibe“ nebeneinander verwendet, ohne eindeutig voneinander abgegrenzt zu sein. Das Deutsche Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm führt das Stichwort „Schieszscheibe“ auf.[1] Da „Schießscheibe“ vor allem die Funktionalität des Gegenstands, „Schützenscheibe“ in stärkerem Maß aber den kulturhistorischen Kontext beschreibt, wird hier der letztgenannte Begriff bevorzugt.

II. Forschungsstand

Eine umfassende wissenschaftliche Monographie, die die Erscheinungsform in ihrer Gesamtheit zu beschreiben sucht, fehlt bisher. Allgemeine Darstellungen zur bemalten Schützenscheibe haben vor allem populärwissenschaftlichen Charakter und sind nicht auf vertiefte Untersuchung und Vollständigkeit ausgerichtet.[2] Versuche einer systematischen Thematisierung sind erst in Ansätzen vorhanden.[3] Daneben besteht eine Vielzahl von – teilweise wissenschaftlichen – Darstellungen, die lokale Einzelbestände eingehender beleuchten und dabei auch allgemeine Informationen zum Gegenstand geben.[4]

III. Verbreitung und Entwicklung

Die räumliche Verbreitung bemalter Schützenscheiben steht im Bezug zum Verbreitungsraum des Schützenwesens,[5] erreicht aber nicht dieselbe Ausdehnung. Vorrangig tritt der Gegenstand im mitteleuropäischen Raum auf. Die Verbreitung reicht von den Alpenländern bis in den skandinavischen Raum, mindestens bis nach Dänemark; von Frankreich, besonders dessen nördlichen Landesteilen, bis in die östlichen Länder Mitteleuropas bzw. die Gebiete des ehemaligen Habsburger-Reiches. Der romanisch-mediterrane Raum sowie die britischen Inseln wurden durch das Schützenwesen in der hergebrachten Form generell wenig oder erst sehr spät berührt.[6]

Innerhalb des beschriebenen Umkreises ist wiederum eine besondere Tradition und Dichte der Verbreitung im süddeutsch-alpenländischen Raum zu konstatieren. Dort sind auch die in der Literatur bisher ausführlicher vorgestellten Scheibensammlungen hauptsächlich anzutreffen: Tittmoning (Abb.), Tegernsee, Freising und Regensburg in Altbayern, Kronach und Weißenburg in Franken, Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg, Chemnitz in Sachsen, Enns und Scheibbs in Österreich, Oberbozen in Südtirol (Abb.).[7] Im nord- und westdeutschen Raum dagegen wird dem älteren Brauch, dem Schießen auf den Vogel, bis heute der Vorzug vor dem Scheibenschießen gegeben.[8]

Das Schießen auf Holzscheiben scheint im 15. Jh. im Zuge der Entwicklung der Feuerwaffen entstanden zu sein,[9] wobei es sich bei den ersten Scheiben um Fassböden gehandelt haben könnte.[10] Das erste bislang bekannte Scheibenschießen wird für 1429 in Nürnberg (das eine führende Rolle bei der Entwicklung der Feuerwaffen spielte), das zweite für 1430 in Augsburg angenommen.[11]

Erst später begann man, Schießscheiben zu besonderen Anlässen auch zu bemalen. Über die ältesten erhaltenen bemalten Scheiben herrscht Unklarheit. Die Literatur bietet hier verschiedene, jedoch auch mit Unsicherheiten behaftete Vorschläge an, die ins 15. und 16. Jh. datiert werden.[12] Insgesamt kann festgestellt werden, dass für die Zeit vor 1600 höchstens ganz vereinzelt bemalte Scheiben belegt sind oder sich zumindest kaum erhalten haben. Dies gilt noch bis in die 1. Hälfte des 17. Jh. Aus diesem Zeitraum ist zwar ein bedeutendes einschlägiges Bildzeugnis überliefert: das sogenannte Coburger Scheibenbuch, das die mit dem dortigen Herzogshof verbundenen Büchsenschießen zwischen 1609 und 1631 dokumentiert und dabei 83 bemalte Scheiben abbildet, kunstvolle Miniaturen, die verschiedenen Künstlern zugeordnet werden können. Ob diese tatsächlich hergestellten Scheiben korrespondieren, wird allerdings auch in Frage gestellt.[13] Der Dreißigjährige Krieg behinderte seinerseits die Ausübung des Brauchtums.

In der 2. Hälfte des 17. Jh. nimmt die Überlieferung deutlich zu. Scheiben aus diesem Zeitraum sind u. a. für Tittmoning (Abb.), Freising, Uffenheim, Stuttgart, Innsbruck, Scheibbs und Oberbozen belegt.[14] Dicht zeigt sich der Bildtypus dann im 18. Jh., um schließlich im 19. Jh., dem Zeitalter bürgerlicher Vereinskultur, massenhaft aufzutreten, wobei zu berücksichtigen ist, dass sich aus jüngeren Epochen naturgemäß mehr Zeugnisse als aus älteren erhalten haben. Aus diesem Grund findet man auch aus dem 20. und 21. Jh. reichlich bemalte Schützenscheiben vor (Abb.), die allerdings seltener die Qualität und Aussagekraft ihrer älteren Vorgänger erreichen.

IV. Funktion und Gestalt

Schützenvereinigungen entstanden im Mittelalter im städtischen Milieu. Ihr Ziel war die Wehrertüchtigung der Bürgerschaft. Von Anfang an scheint auch das Element der Unterhaltung und des geselligen Beisammenseins eine Rolle gespielt zu haben.[15] Diese Motivation rückte im Lauf der Zeit in den Mittelpunkt. Wie andere gesellschaftliche Gruppierungen entwickelten die Schützenvereinigungen spezifische Ausdrucksformen. Dazu gehörten eine eigene Begrifflichkeit und Sprache, spezielle Bräuche und Rituale sowie eine eigene Gegenstandskultur.[16]

Die bemalte Scheibe ist nicht das einzige, im südlichen Mitteleuropa jedoch zentrale und charakteristische Medium bildlicher Selbstdarstellung des Schützenwesens. Sie ist Statussymbol und Traditionsbeleg, wird bei Festzügen mitgetragen und im Schützenhaus aufgehängt.

Die runde Form erfordert für die bildnerische Gestaltung eigene kompositorische Überlegungen. Wesentlich seltener treten im Lauf der Geschichte andere Umrisse wie Rechteck, Polygon oder Sternmotiv auf. Das als kleine schwarze Kreisfläche ausgeführte Schusszentrum liegt zunächst in der Mitte, kann aber auch aus dem Scheibenzentrum versetzt und zum Bildthema passend platziert werden. Die durch Bemalung gestaltete Scheibe ist die Regel. Ausnahmen bilden durch Schnitzerei oder weitere Techniken bearbeitete Stücke. Die gestalterische Qualität variiert stark. Mit der Malerei nur ansatzweise vertraute Personen sind ebenso vertreten wie angesehene Künstler.

Die Einschusslöcher prägen der Darstellung im Nachhinein ein unberechenbares, zusätzlich gestaltgebendes Muster ein und sind dem Gegenstand wesentlich zugehörig. Der Aspekt des zerstörten Bildes wurde in der Literatur zur Schützenscheibe bisher kaum thematisiert.

V. Ikonographie

Der Stand der Forschung und die Fülle des Materials erlauben bisher nur eine skizzenhafte Beschreibung und Einordnung. Charakteristisch sind das außerordentlich breite Spektrum und die Originalität der Motive. Mit größter Unbefangenheit werden über die Jahrhunderte Bedeutendes und Banales, Zeitloses und Tagesaktuelles, Politisches und Persönliches, Ernsthaftes, Lustiges und Anstößiges ins Bild gesetzt. In großen Beständen fügen sich die bemalten Schützenscheiben zu einer Bilderchronik durch die Jahrhunderte.

Vor dem Hintergrund des jeweiligen Zeitstils und Zeitgeschmacks bestimmen die äußeren Anlässe der Schießveranstaltungen und die persönlichen Vorlieben der die Scheibe stiftenden Personen oder Institutionen die Motivwahl. In der Frühzeit der bemalten Scheibe spielen emblematische und allegorische Darstellungen eine große Rolle. Motive aus der Mythologie sind im Lauf des 18. und frühen 19. Jh. gehäuft anzutreffen. In dieser Zeit beginnen auch Begebenheiten der Welt-, Landes- und Lokalgeschichte verstärkt in den Blickpunkt zu rücken. Schützenscheiben stellen aussagestarke Bildzeugnisse zu bedeutenden historischen Ereignissen dar mit entsprechenden ideologischen Implikationen, z. B. die Französische Revolution (Abb.), Schlacht bei Waterloo, Revolution von 1848, Krieg von 1870/71 usw. Das Herrscherlob ist daneben gängiges und bis zum Ende der Monarchien kontinuierlich anzutreffendes Thema (Abb.). Technische Errungenschaften, vom Bau des Kristallpalastes in London (Abb.) bis zur Mondlandung sowie Bezugnahmen auf kulturelle Leistungen wie die Werke bekannter Dichter und Komponisten gehören seit dem 19. Jh. zum Themenspektrum (Abb.). Einen durch die Epochen wichtigen Gegenstand bilden Topographie und Stadtbild, darin einzelne Gebäude und auch der Schießplatz selbst (Abb.). Viele Scheibenmotive nehmen speziell auf die Person des Scheibengebers bzw. den Anlass der Stiftung Bezug wie Beruf, Hochzeit (Abb. und Abb.) oder Geburtstag. Beliebt sind erotische und scherzhafte Motive (Abb.), Genreszenen und Szenen aus dem Jagdwesen. In jüngerer Zeit ist eine Tendenz zur „Banalisierung“ der Themenwahl und der Rückzug ins Dekorative zu bemerken. Auch Wiederholungen gängiger Motive sind vermehrt festzustellen.

VI. Inschriften

Der Hinweis auf das Jahr oder sogar Datum des Schießens (auch als Chronogramm) ist die Regel bei Schützenscheiben (Abb.), die dadurch datierbar sind. Der Name des Gebers der Scheibe ist ebenfalls häufig vermerkt, damit verbunden kann teilweise auch ein Verweis auf den Anlass des Schießens sein. Seltener bzw. erst in späterer Zeit kann zudem der Gewinner des Schießens auf der Scheibe genannt werden, gegebenenfalls sogar die Namen aller beteiligten Schützen. Schützenscheiben sind insofern auch wertvolle Bildzeugnisse zur Sozialgeschichte eines Ortes. Hinzu kommen von Anfang an kürzere oder längere Inschriften, die sich auf das Bildmotiv beziehen, sich mit ihm emblematisch verbinden oder dieses anderweitig erläutern und ergänzen. Vermehrt seit dem 19. Jh. können Scheibenbilder Malersignaturen tragen.

Anmerkungen

  1. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm 9, Leipzig 1899, Sp. 51.
  2. Anne Braun, Historische Zielscheiben. Kulturgeschichte europäischer Schützenvereine, Leipzig 1981; Alfred Förg (Hg.), Schiess-Scheiben. Volkskunst in Jahrhunderten. 450 Schieß-Scheiben aus Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz, Rosenheim 1976; Annie Le Brun und Gilbert Titeux, Cibles, Ausstellungskatalog Paris 2012.
  3. Ulrike Götz, Zum Bildtypus Schützenscheibe und zum Scheibenbestand der Freisinger Feuerschützen, in: Sammelblatt des Historischen Vereins Freising 43 (Freising im Visier. Die bemalten Scheiben der Freisinger Feuerschützen seit 1684), 2015, S. 43–78.
  4. Heinrich Mehl und Hans-Jürgen Flamm, Haller Schützenscheiben. Eine gemalte Chronik der Stadt Schwäbisch Hall und ihres Umlands, Sigmaringen 1985 (Forschungen aus Württembergisch Franken, 21); Franz von Walther (Hg.), Die Schützenscheiben von Oberbozen. Symbole eines ritterlichen Exercitiums, Stuttgart u. a. 1994; Uwe Fiedler, Chronik mit Löchern. Die Prunkscheiben der Chemnitzer Schützengesellschaft, Ausstellungskatalog Chemnitz 1997; Richard Ruhland, Heimathaus Rupertiwinkel. Burg Tittmoning, Tittmoning 1997, S. 70–98 und 132–139; Klaus Raab und Reiner Kammerl, Geschichte des Schützenwesens der ehem. Freien Reichsstadt Weißenburg, Weißenburg 2000, S. 263–276 („Auswahl von Schützenscheiben der Hauptschützengesellschaft seit 1758“); Antje Martin, Kronacher Schützenscheiben, in: Historisches Stadtlesebuch. Kronach. 1000 Jahre Geschichte einer Stadt und ihrer Bewohner, Kronach 2003, S. 126–141; Ins Schwarze getroffen! Schießscheiben und historische Gewehre aus dem Tegernseer Tal. Führer durch die Sonderausstellung im Museum Tegernseer Tal, Tegernsee 2012; Nicola Paulson, Bürgerliche Bilderwelten – zum Abschuss freigegeben, in: Michaela Eigmüller und Peter Germann-Bauer (Hg.), Großer Stahl. 500 Jahre Schützengeschichte in Regensburg, Ausstellungskatalog Regensburg 2013, S. 73–80 mit Kat.nr. 13–13.9; Sammelblatt des Historischen Vereins Freising 43 (Freising im Visier. Die bemalten Scheiben der Freisinger Feuerschützen seit 1684), 2015.
  5. Zur Entstehung und Herleitung des Schützenwesens grundlegend: Theo Reintges, Ursprung und Wesen der spätmittelalterlichen Schützengilden, Bonn 1963 (Rheinisches Archiv, 58). Ein ausführliches Literaturverzeichnis zum Schützenwesen bietet: Großer Stahl. 500 Jahre Schützengeschichte in Regensburg, Ausstellungskatalog Regensburg 2013.
  6. Anne Braun, Historische Zielscheiben. Kulturgeschichte europäischer Schützenvereine, Leipzig 1981, passim; Theo Reintges, Ursprung und Wesen der spätmittelalterlichen Schützengilden, Bonn 1963 (Rheinisches Archiv, 58), S. 68.
  7. Vgl. Anm. 4.
  8. Dies erschließt sich aus dem Spektrum der vorhandenen Literatur und wird gestützt durch frdl. Hinweise von Britta Spies, Rheinisches Schützenmuseum Neuss (2014): Das Scheibenschießen erreichte diesen Raum im Wesentlichen erst im späteren 19. Jh. durch Kulturdiffusion und Kulturtransfer.
  9. Alfred Förg (Hg.), Schiess-Scheiben. Volkskunst in Jahrhunderten. 450 Schieß-Scheiben aus Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz, Rosenheim 1976, S. 8f.; Nicola Paulson, Bürgerliche Bilderwelten – zum Abschuss freigegeben, in: Michaela Eigmüller und Peter Germann-Bauer (Hg.), Großer Stahl. 500 Jahre Schützengeschichte in Regensburg, Ausstellungskatalog Regensburg 2013, S. 73.
  10. Alfred Förg (Hg.), Schiess-Scheiben. Volkskunst in Jahrhunderten. 450 Schieß-Scheiben aus Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz, Rosenheim 1976, S. 9.
  11. Gerhart Dotzauer, Das Schützenwesen in Bayern, Landshut 1984, S. 101.
  12. So wird etwa auf eine bemalte metallene Scheibe aus Esslingen verwiesen, datiert 1413. Ein Gemälde von 1545 aus Lüneburg stelle eine Schießstatt mit drei mit einem Vogel bemalten, runden Schützenscheiben dar. Vgl. Anne Braun, Historische Zielscheiben. Kulturgeschichte europäischer Schützenvereine, Leipzig 1981, S. 8 bzw. 29. – Der Authentizität dieser Zeugnisse wird jedoch auch widersprochen. Im Regensburger Ausstellungskatalog von 2013 wird die älteste derzeit bekannte bemalte und beschossene Scheibe für den Bestand des Historischen Museums Regensburg reklamiert. Es handelt sich um eine von Armbrustschützen beschossene Pappscheibe mit der Darstellung eines Widders, die die Datierung 1569 trägt. Vgl. Großer Stahl. 500 Jahre Schützengeschichte in Regensburg, Ausstellungskatalog Regensburg 2013, S. 260f., Kat.nr. 13.9. – Immer wieder wird in der Literatur auch eine erhaltene bemalte Holzscheibe der Stuttgarter Schützengilde, datiert 1597, angeführt. Vgl. u. a. Alfred Förg (Hg.), Schiess-Scheiben. Volkskunst in Jahrhunderten. 450 Schieß-Scheiben aus Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz, Rosenheim 1976, S. 118. – In Tittmoning bringt man die sogenannte Cäsar-Scheibe mit dem Jahr 1600 in Verbindung. Vgl. Richard Ruhland, Heimathaus Rupertiwinkel. Burg Tittmoning, Tittmoning 1997, S. 71.
  13. Karl-Sigismund Kramer, Das Scheibenbuch des Herzogs Johann Casimir von Sachsen-Coburg. Adelig-bürgerliche Bilderwelt auf Schießscheiben im frühen Barock. Mit einem kunsthistorischen Beitrag von Joachim Kruse, Coburg 1989 (Veröffentlichungen der Kunstsammlungen der Veste Coburg, 52).
  14. Nachweise hierzu im Einzelnen: Ulrike Götz, Zum Bildtypus Schützenscheibe und zum Scheibenbestand der Freisinger Feuerschützen, in: Sammelblatt des Historischen Vereins Freising 43 (Freising im Visier. Die bemalten Scheiben der Freisinger Feuerschützen seit 1684), 2015, S. 46.
  15. Theo Reintges, Ursprung und Wesen der spätmittelalterlichen Schützengilden, Bonn 1963 (Rheinisches Archiv, 58), S. 307; Alfred Förg (Hg.), Schiess-Scheiben. Volkskunst in Jahrhunderten. 450 Schieß-Scheiben aus Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz, Rosenheim 1976, S. 9f.
  16. Einen Vergleich mit der Ausdruckskultur der Zünfte versucht Ulrike Götz, Zum Bildtypus Schützenscheibe und zum Scheibenbestand der Freisinger Feuerschützen, in: Sammelblatt des Historischen Vereins Freising 43 (Freising im Visier. Die bemalten Scheiben der Freisinger Feuerschützen seit 1684), 2015, S. 49.